
... dass Ihr Fahrrad zu den, mit am höchsten belasteten
Gebrauchsgütern zählt?
Wir haben die wichtigsten Teile hier zusammengestellt
Bereifung
Bremsbeläge
Felgen in Verbindung mit Felgenbremse
Speichen
Ketten, Kettenräder, Ritzel und Schaltwerksrollen
Schaltungs- und Bremszüge
Lenkerbänder/Griffbezüge
Hydrauliköle
Lackierungen
Lenker
Bereifung
Die Fahrradbereifung unterliegt funktionsbedingt einem Verschleiß. Dieser
ist abhängig von der Nutzung des Fahrrades und kann vom Fahrer sehr stark
beeinflusst werden. Scharfes Bremsen, das zum Blockieren des Reifens führt,
reduziert die Lebensdauer des Reifens beträchtlich. Darüber hinaus
sollte der Luftdruck regelmäßig kontrolliert und falls erforderlich, auf
den vom Reifenhersteller angegebenen Wert aufgepumpt werden. Die meisten
Reifen werden dadurch an den Seiten rissig, dass sie schlecht aufgepumpt
werden.
Bremsbeläge
Die Bremsbeläge bei Felgen-, und Scheibenbremsen unterliegen
funktionsbedingt
einem Verschleiß. Dieser ist von der Nutzung des Fahrrades abhängig. Bei
Fahrten in bergigem Gelände oder bei sportlicher Nutzung des Fahrrades
kann der Austausch der Bremsbeläge in kürzeren Abständen notwendig
sein. Kontrollieren Sie regelmäßig den Verschleißzustand der Beläge.
Felgen in Verbindung mit Felgenbremsen
Durch das Zusammenwirken von Felgenbremse und Felge ist nicht nur der
Bremsbelag, sondern auch die Felge einem funktionsbedingten Verschleiß
ausgesetzt. Aus diesem Grund sollte die Felge in regelmäßigen Abständen
auf ihren Verschleißzustand überprüft werden. Das Auftreten von feinen
Rissen oder die Verformung der Felgenhörner bei Erhöhung des Luftdrucks
deuten auf erhöhten Verschleiß hin. Felgen mit Verschleißindikatoren
ermöglichen es,
den Verschleißzustand der Felge einfach festzustellen.
Speichen
Ein strammer Sitz der Speichen ist für den schlagfreien Lauf der Räder
entscheidend. Lockere Speichen rechtzeitig nachziehen lassen.
Speichenbruch und eine Unwucht des Laufrades resultieren oft aus dem
unsachgemäßen Spannen der Speichen aber auch durch äußere
Gewalteinwirkung z. B. Stock in die Speichen oder nicht zuletzt durch Überbelastung.
Ketten, Kettenräder, Ritzel und Schaltrollen
Heutige Schaltungen sind 8, 9, oder zehnfach. Diese Erhöhung der Zähnezahl
bringt eine Reduzierung des Materials mit sich. Kette, Zahnräder und
Ritzelpakete sind somit dünner und schmäler geworden Die Fahrradkette
und Ihre Partner unterliegen funktionsbedingt einem Verschleiß. Die
Höhe des Verschleißes ist von der Pflege und Wartung und der Art der
Nutzung des Fahrrades (Fahrleistung, Regenfahrten, Schmutz, Salz usw..)
abhängig. Durch regelmäßiges Einölen kann die Lebensdauer zwar verlängert
werden, ein Austausch ist jedoch bei Erreichen der Verschleißgrenze
erforderlich. Lassen Sie regelmäßig Ihre Kette bei uns auf deren
Verschleißgrad prüfen.
Eine vernünftige Schaltkette hat eine Lebensdauer von ca. 1000 - 1500 km.
Manchmal auch nur von ca.750 km oder auch von 2000 km. Genauere Angaben
sind nicht möglich.
Tipp!
Eine neue Kette soll nicht mit einem verschlissenen Kettenrad und
Zahnkranz kombiniert werden. Dies kann sich durch Knacken der Kette
bemerkbar machen.
In diesem Fall ist es sinnvoll, Kette und Kettenräder gemeinsam zu
wechseln.
Bei korrekter Kettenspannung darf sich die Kette nicht mehr als 5 mm vom
Zahnkranzgrund abheben lassen. Auch die beste Kette hat nur eine begrenzte
Lebensdauer. Sollte trotz Nachjustierung und geölter Teile kein
zufriedenstellender
Kettenlauf mehr erzielt werden, empfehlen wir, die verschlissene Kette
gegen eine neue Kette auszutauschen.
Die Antriebskette soll bei Bedarf – besonders nach Regenfahrten - mit
einem handelsüblichen Kettenpflegemittel geschmiert werden.
Schaltungs- und Bremszüge
Alle Bowdenzüge müssen regelmäßig gewartet und eventuell ausgetauscht
werden. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn das Fahrrad oft im
Freienabgestellt wird und den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist.
Lenkerbänder und Griffbezüge
Lenkerbänder und Griffbezüge unterliegen funktionsbedingt einem
Verschleiß.
Aus diesem Grund kann ein Austausch regelmäßig erforderlich sein. Achten
Sie
darauf, dass die Griffe fest mit dem Lenker verbunden sind.
Schmierstoffe und Hydrauliköle
Schmierstoffe verlieren im Laufe der Zeit an Wirkung. Alle
Schmierstellen sollten regelmäßig gereinigt und neu abgeschmiert werden.
Nicht getauschte Schmierstoffe erhöhen den Verschleiß an den betroffenen
Anbauteilen und Lagern.
Hydrauliköle insbesondere Bremsflüssigkeiten DOT ziehen mit der Zeit
Wasser. Gabelöle werden mit Luft durchmengt und verlieren dadurch ihre
Effizienz.
Lackierungen
Lackierungen benötigen eine regelmäßige Pflege. Überprüfen Sie regelmäßig
alle Lackflächen auf Schäden und bessern Sie diese aus. Damit verhindern
Sie ein Unterwandern von Feuchtigkeit und schlussendlich ein Korrodieren
des Rahmenmaterials.
Lenker
Sicher ist Ihnen bekannt, dass der Lenker an Ihrem Fahrrad ein
lebenswichtiges Bauteil ist. Wir wollen ihm deshalb besondere Beachtung
schenken. Denken wir auch daran, dass der Lenker im Rhythmus des Tretens
auf Biegung beansprucht wird und die auf das Lenkerrohr wechselweise
auftretenden Kräfte hohe Spannungen erzeugen. Je höher die
Lenkerbelastung, desto höher wird auch das Lenkermaterial beansprucht.
Eine hohe Belastung tritt z.B. beim Bergauffahren auf, wenn die
Fahrerin/der Fahrer aus dem Sattel geht. Kommen zu dieser hohen
dynamischen Belastung noch Oberflächenschäden (Kratzer oder Riefen) auf
dem Lenkerrohr dazu, besteht die Gefahr eines Lenkerbruches. Damit es erst
gar nicht dazu kommen kann, sollte der Lenker alle 2-3 Jahre gewechselt
werden.
Darum unsere Empfehlung für pures Fahrvergnügen
Kontrollieren Sie periodisch, z.B. nach 300 - 500 km oder nach 3 - 6
Monaten, je
nach Benutzungsintensität des Fahrrades, den festen Sitz aller Schrauben,
Muttern und Schnellspanner. Zum ersten Mal nach ca. 100 km. In regelmäßigen
Abständen sind Kontrollen bzw. Wartungen notwendig. Die Kilometerangaben
sind in diesem Fall nur zur Orientierung. Sie müssen je nach Einsatz und
der im Regen gefahrenen Kilometer angepasst werden.
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